Die 25. Jubiläumsspielzeit 2015

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Ein paradiesischer Ball der kreativen Möglichkeiten

Past-Now-Future. Mit diesem Motto für 2015 hatten wir uns in der 25. Jubiläumsspielzeit einiges vorgenommen. Ganze sieben Produktionen, mehr als 100 Vorstellungen wie auch ein umfangreiches Sonderprogramm inklusive Lesungen, Konzert und multimedialer Ausstellung standen auf dem Programm.

Mit John von Düffels Alle 16 Jahre im Sommer, Marlen Haushofers Die Wand oder dem Beckett-Abend Garten von Godot waren dabei in diesem Jahr gleich drei zeitgenössische und experimentelle Stücke auf dem Spielplan vertreten, die man im Freilichttheater normalerweise vergebens sucht. Ergänzt durch den Theatersommer-Klassiker Sommernachtsträume, die Jubiläumsrevue Ball Paradiso und die Filmadaption Harold und Maude, gelang der Jubiläumsspielzeit ein Brückenschlag zwischen Tradition, Gegenwart und experimentellen Zukunftsperspektiven.
Ganz oben in der Publikumsgunst standen, auch bei ihrer fünften Wiederaufnahme, die Sommernachtsträume. Die Produktion aus dem Jahr 1994 bewies im Jahre 2015 weiterhin zeitlose Gültigkeit und konnte mit einem junge Ensemble neue, kraftvolle Akzente setzen. Doch auch die anderen Inszenierungen stießen auf hervorragende Resonanz, so dass insgesamt 16.533 Besucher gezählt werden konnten – der Theatersommer verbuchte somit das zweitbeste Ergebnis in 25 Jahren Spielbetrieb!
Im Kinder-/Familien und Schultheater begeisterte die spannende und vielschichtige Inszenierung von Astrid Lindgrens Ronja Räubertochter beinahe 6000 große wie kleine Besucher. Zu unserer großen Freude blieb auch die hohe Nachfrage der Schulen aus Stadt und Kreis ungebrochen, was die Bedeutung dieses bildungspolitischen Angebots nachhaltig unterstreicht.
So blicken wir also auf eine erfolgreiche Jubiläumsspielzeit zurück, die auch wichtige Impulse für die Zukunft setzen konnte. Mit der Rondell-Bühne wurde eine neue, kleine Spielstätte für experimentelle Produktionen geschaffen, um sich zukünftig weiterhin ohne kommerzielle Kompromisse mit den Themen unserer Zeit auseinandersetzen zu können. Auch der Versuch, mit John von Düffel einen zeitgenössischen Autor auf der großen Bühne zu präsentieren, erweitert das Spektrum für die künftige Spielplangestaltung. Die zahlreiche Glückwünsche und Grußworte zum Jubiläum betonten immer wieder, dass es uns zusammen mit unserem Team gelungen ist, sich vor dem Hintergrund der besonderen Spielstätte und des markanten Theatersommer-Stils immer wieder neu zu erfinden und künstlerisch weiterzuentwickeln. Darüber freuen wir uns sehr!
Bis zur nächsten Spielzeit grüßen wir herzlich und bedanken uns für Interesse, Begeisterung, Kritik und Neugier.
Peter Kratz / Christiane Wolff
Intendanz / künstlerische Leitung

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